Braucht Europa, braucht Deutschland zur Gesundung einen Krieg?

Von Peter Haisenko 

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Sieben Jahrzehnte Frieden in Europa! Eine derart lange Friedensperiode hat es noch nie gegeben. Doch Deutschland hat nicht gelernt, mit dieser historischen Einmaligkeit umzugehen und zwar in der Weise, dass wir heute von einem weitestgehend glücklichen, zufriedenen, in gemeinsamem Streben nach Wohlstand vereinten Volk sprechen könnten. Betrachtet man vielmehr die immer weiter auseinanderdriftenden Gesellschaftsschichten, die fehlenden gemeinsamen Zielsetzungen, drängt sich die Frage auf: Braucht Deutschland einen neuerlichen Krieg, um die kumulierten Fehlentwicklungen der letzten Jahrzehnte zu korrigieren?

In Zeiten scheinbar ungestörter Entwicklung ist das Auseinanderdriften verschiedener Gesellschaftsströmungen nahezu unausweichlich. Nachdem in den 1960-er Jahren die erzwungene gemeinsame Anstrengung des Wiederaufbaus weitgehend beendet war, zeigten sich die ersten Risse in der Gesellschaft. Dies begann ganz klein innerhalb vieler Familien, als Ehen zerbrachen, die kurz nach dem Krieg geschlossen worden waren. Während nach dem Krieg das allgemeine Streben schlichtem Überleben und dem Wiedererlangen von Wohlstand galt, entfiel……

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