Ungarns Außenminister: „Ungarn soll ungarisch bleiben“

Szijjarto im Interview mit der BBCSzijjarto im Interview mit der BBC

Péter Szijjártó, der Außenminister Ungarns, erklärte gegenüber der BBC: “Wir wollen Ungarn ein ungarisches Land bleiben lassen und wir denken nicht, dass Multikulturalismus per Definition gut ist.”

contra-magazin.com  Von Michael Steiner

Im Gespräch mit Emily Maitlis von der britischen BBC verdeutlichte Ungarns Außenminister, Péter Szijjártó, welcher Riss durch die EU geht – zwischen den “multikulturalistisch-progressiven” Staaten im Westen und Norden und den “populistisch-nationalistischen” Ländern im Osten der Union. Er erklärte, warum sein Land sich gegen eine Politik der offenen Grenzen stellt.

Bei der Befragung von Maitlis zu Ungarns “Stop Soros”-Gesetzgebung vom Januar sagte der Außenminister: “Es gibt Organisationen, die den Menschen helfen, Asyl zu beantragen, auch wenn sie dafür keine rechtliche Grundlage haben … und sie müssen mit den Konsequenzen rechnen.”

Als Folge der Antwort von Szijjártó, versuchte Maitlis zu argumentieren, dass jeder, der in Ungarn landet, das Recht hat, Asyl zu beantragen und seinen Fall zu Gehör zu bringen, worauf der Ungar zurückschlägt: “Aus dem Süden sind wir von friedlichen Ländern umgeben, also kommen diejenigen, die unsere Grenzen verletzen, aus friedlichen Ländern wie Serbien und Kroatien, und es gibt keinen Bezugspunkt in internationalen Vorschriften, warum man ihnen erlauben oder helfen oder unterstützen sollte, eine Grenze zwischen zwei friedlichen Ländern zu verletzen.”

 

“Was wir nicht wollen, ist ein massiver illegaler Zustrom aus dem Süden zu uns, wir wollen Ungarn ein ungarisches Land bleiben lassen und wir denken nicht, dass Multikulturalismus per Definition gut ist… Wenn Sie so denken, wenn Leute in dieses Land so denken, respektieren wir das, aber bitte üben Sie keinen Druck auf uns aus.”

 

Szijjártó erklärte weiter: “Die derzeitige Migrationspolitik der Europäischen Union kann einfach als Einladung in die Köpfe dieser Menschen übersetzt werden, welche einfach die Entscheidung treffen, sich nach Europa auf den Weg zu machen.” Für ihn ist klar, dass es die liberale Migrations- und Flüchtlingspolitik der west- und nordeuropäischen Staaten ist, welche diese Migrationsströme auch noch verstärkt.

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