Drohnenkrieg: Töten mit Präzision?

Während der Präsidentschaft Obamas bedeutete Präzision nicht nur, das richtige Ziel auszuwählen und es zu treffen. Es ging auch darum, in den Kriegen der USA ethische Grundsätze wie Gerechtigkeit zu beachten und trotzdem zu siegen. Bewaffnete Drohnen und Präzisionsraketen schienen die Einhaltung dieser Grundsätze zu erleichtern. Präsident (Obama) war der Meinung, Drohnen könnten in unvermeidbaren “gerechten Kriegen” eine angemessene Verteidigung ermöglichen.
Bildergebnis für killer dronesImage Credit: Flickr/U.S. Air Force
Diese Annahme stieß sofort auf Widerspruch. Friedensnobelpreisträger Desmond M. Tutu erklärte, Drohnen seien “unvereinbar mit den moralischen Standards der USA”, und die britische Friedensinitiative Airwars die Informationen über die zivilen Opfer der Luftangriffe im Irak, in Libyen und in Syrien sammelt, machte die Fragwürdigkeit dieser “Präzisionswaffen” deutlich. Die Obama-Regierung setzte sie aber trotzdem weiterhin ein, weil sie die verlockende Möglichkeit boten, (gefahrlos und) aus großer Entfernung zu töten und etwas mehr Rücksicht auf Zivilisten zu nehmen. Die US-Drohnen wurden den in sie gesetzten Erwartungen zwar nicht gerecht (denn bei Drohnenangriffen kamen immer noch zu viele unbeteiligte Zivilisten um), weil die USA beim Einsatz…..

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