Gute Beziehungen Google sponsert großzügig Wissenschaftler in den USA und Europa. Wem nutzt das?

• Selbst kommen konnte er nicht. Stattdessen schickte der damalige Google-Chef Eric Schmidt im Oktober 2011 eine Video-Botschaft zur Eröffnung des Berliner Alexander von Humboldt Instituts für Internet und Gesellschaft (HIIG). „Im Februar dieses Jahres habe ich angekündigt, dass Google ein neues Institut gründen würde, ein Institut für das Internet und die Gesellschaft in Berlin“, sagte Schmidt mit einem Lächeln. Es sei „wundervoll“, dass das jetzt Wirklichkeit werde. „Das Wichtigste aber ist, dass dieses Institut vollkommen unabhängig ist von Google.“

Weil in dieser 56 Sekunden langen Botschaft ein kleiner Widerspruch steckt, gab es bei der Eröffnung des Instituts auch Häme. Zwar waren drei angesehene Berliner Forschungseinrichtungen – die Humboldt-Universität, die Universität der Künste und das Wissenschaftszentrum für Sozialforschung – die alleinigen Gesellschafter der gemeinnützigen GmbH. Doch das Geld und die Idee kamen von Google. Am deutlichsten wurde der Heidelberger Literaturwissenschaftler Roland Reuß in seiner Kritik. In der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung« schrieb er: „Die Kooperation einer Institution wie der Humboldt-Universität mit dieser Firma wird….

Kommentare sind geschlossen.