Warum Steffen Dobbert, “Die Zeit”, keine Panini-Sammelbilder mehr kauft

Man soll ja nicht verallgemeinern, aber es ist doch frappierend wie der Zeitredakteur Steffen Dobbert einmal mehr das Vorurteil, Fußballer seien nicht gerade die hellsten Kerzen auf der Torte, bestätigt.

Gehen wir einmal zu seinen Gunsten davon aus, dass Dobbert, was er in seinem Artikel:

“Ich boykotiere diese Show”

zur Fußball-WM in Russland auf Zeit-online der verehrten Leserschaft zumutet, auch selbst mit jeder Faser seines Sportlerkörpers glaubt. Schliesslich wissen wir ja, Journalisten der Qualitätsmedien sagen niemals und unter gar keinen Umständen die Unwahrheit. Ist dem also so, sollte Dobbert auf keinen Fall den Sport wechseln, etwa Kopfballer werden, denn der Kopf scheint bei ihm nicht Gleichmut wie die Füsse entwickelt zu sein.

 Schon die Theatralik, mit der Dobbert seine hingebungsvolle Liebe zum Fußballsport beschreibt, läßt erste Zweifel aufkommen, ob der Mann verstanden hat um was es geht:

Seit 1990 habe ich jede Fußball-WM verfolgt, als Fußballfan, -spieler, -reporter. Drei Kreuzbandoperationen im Knie konnten mir meine Begeisterung für diesen Sport nicht nehmen.”

 Hört sich ein wenig so an, als beklage sich ein Kriegsveteran darüber, dass sein Heimatland, für das er gekämpft, seine Gesundheit und seine Gliedmassen gegeben hat, ihm nun die ihm gebührende Anerkennung und die ihm zustehende Versehrtenrente verweigert. Fußball als Kriegsersatz. In weiten Kreisen eine gängige Ansicht, ruft man sich die diversen Schlachten der Hooligans mit oft Toten und Verletzten in Erinnerung.

 Aber Fußball scheint für Dobbert nicht nur Kriegsersatz zu sein, sondern viel, viel mehr. In Anbetracht des Satzes:

“Wenn sich meine Tochter in ihrem E-Jugendteam zwischen anderen Mädchen durchschlängelt und den Ball ins Tor drischt, springe ich in die Luft”,

drängt sich einem Bedauern für das arme Töchterlein auf. Wer kennt sie nicht…..

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