Wann, wo und wie wird das Imperium zurückschlagen?

Es zahlt sich aus, bei jeder Analyse der gegenwärtigen internationalen Politik vorsichtig pessimistisch zu sein. Grundsätzlich kann man im allgemeinen erwarten, dass die Dinge, die den Frieden und die Sicherheit des Planten bedrohen, auch auf jede Art schiefgehen können. Die Erwartung auf eine Verbesserung ist die Wette eines Trottels.

Deshalb rebelliert das Bauchgefühl des Analytikers bei jedem Anzeichen dafür, dass sich die Dinge insgesamt in eine positive Richtung entwickeln könnten, wenn auch nur stockend oder indirekt. Aber bedenkt:

  • Ein Trump-Putin Gipfel: Präsident Donald Trump hat erneut sein Interesse angedeutet, endlich einen formellen Gipfel mit Präsident Putin abzuhalten. Österreich hat Wien als Austragungsort angeboten.
  • Ein Trump-Kim Gipfel: Obwohl es in Washington mit großer Wahrscheinlichkeit die absichtliche Bemühung gab, das Treffen in Singapur am 12. Juni zu torpedieren, so kommt es dennoch zustande. Zum Missfallen vieler in der US-Nomenklatur, die sich einer permanenten US-Präsenz auf dem ostasiatischen Festland verschrieben haben, besteht vielleicht sogar die Gefahr, dass auf der koreanischen Halbinsel Frieden ausbricht. Oh Gott! Wie sollen wir so eine weitere amerikanische Truppenstationierung rechtfertigen? Was passiert mit der schönen Aussicht auf US-Truppen, die am Yalu-Fluss China gegenüberstehen, wenn es in Nordkorea zu einem Regimewechsel kommt? Wird dann etwa eine transkoreanische Eisenbahn gebaut, die den Süden mit Russland und China verbindet? Die schrecklichen Möglichkeiten will man sich gar nicht ausmalen.
  • Tschüss Russiagate, hallo Spygate: Die Vorwürfe an Trump und sein Team wegen einer Verschwörung mit dem Kreml werden zunehmend als das aufgedeckt was sie sind: ein Deckmantel für eine verfassungsfeindliche Verschwörung innerhalb der Strukturen des Tiefen Staats (CIA,NSA, FBI, Justizministerium usw.) in Komplizenschaft mit – den Russen? – Nein, mit ihren britischen Tochteragenturen (MI6, GCHQ), zuerst um Trumps Präsidentschaft zu vereiteln, dann um ihn zu neutralisieren und aus dem Amt zu vertreiben. Und vor allem um jede Möglichkeit einer Annäherung zu Russland zu blockieren. Zwar haben Mueller und seine Rasselbande aus demokratischen Geldgebern ganz gewiss noch nicht aufgegeben, aber ihre Aussichten schwinden und die Russland-Manie verwandelt sich langsam in einen politischen Klotz am Bein der Demokratischen Partei für die Kongresswahlen im November.
  • Der europäische Populismus marschiert weiter: Viva l’Italia! Der Lieblings….

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