Irak: die in Frage stehende US-Präsenz von Thierry Meyssan

Der Irak hat seit der amerikanischen Invasion vor fünfzehn Jahren keinen Frieden mehr erlebt, wodurch die Wähler das Vertrauen in die aufeinander folgenden politischen Institutionen verloren haben. Wie auch immer, alle jene, die an den Parlamentswahlen vom 12. Mai teilnahmen, haben Anti-US-Listen gewählt, und sanktionierten dadurch die Liste des Premierministers, obwohl er auch seine Verdienste hatte. Werden die Vereinigten Staaten imstande sein, die dortige Unordnung weiter aufrecht zu erhalten? Oder werden sie gezwungen sein, den Irak wirklich zu verlassen?

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Die Parlamentswahlen fanden am 12. Mai im Irak statt. Sie sollten das Bündnis des Sieges des Premierministers Haider al-Abadi bestätigen, d.h. die Teilung des Landes zwischen den USA und dem Iran.

Es kam aber vollkommen anders. Jedenfalls sind die beiden erfolgreichen Koalitionen “Die Allianz der Revolutionären für die Reform” und die “Allianz der Eroberung”: zwei Anti-US-Gruppierungen.

Vielleicht sind die Iraker am Tag der Wahl durch die Ankündigung des Rücktritts der USA vom Atomabkommen mit dem Iran (JCPoA) beeinflusst worden. Das ist möglich. Wie auch immer, nur ein Drittel der Wähler hat sich zu den Urnen begeben und hat massiv gegen die Vereinigten Staaten gestimmt.

Es war übrigens zu beobachten, dass der von Donald Trump in Frage gestellte US-Iran-Nichtangriffspakt [1] nicht nur den Irak, sondern auch den Libanon betraf. Das erklärt, warum die USA auf die Wahl von Präsident Michel Aoun in 2016 nicht reagiert hatten.

Nach einem Moment der Stille haben viele ehemalige irakische Abgeordnete…...

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