Gar nicht lustig

RTX3FT7S.jpgErfolgreich gegen schwache gewerkschaftliche Gegenwehr: PSA-Spitzenmanager Carlos Tavares (l.) und Opel-Chef Michael Lohscheller Foto: Ralph Orlowski/Reuters

Man fühlt sich an den Butler James in »Dinner for one« erinnert, der jedes Silvester zuverlässig über den Tigerkopf stolpert und am Ende »Same procedure as last year« lallt. Auch beim Autohersteller Opel scheinen die Dinge ihren immer gleichen Gang zu gehen. Nur, dass das für die Beschäftigten alles andere als lustig ist: Erst blasen Gesamtbetriebsrat und IG Metall die Backen auf und drohen mit »Eskalation« – um schließlich doch Lohnverzicht und Arbeitsplatzvernichtung zu akzeptieren. Mit dem einzigen Unterschied, dass die Erpresser neuerdings nicht mehr in der General-Motors-Zentrale in Detroit, sondern beim PSA-Konzern nahe Paris sitzen.

Mit dem am Montag abend verkündeten Eckpunktepapier verzichten die Opelaner auf substantielle Teile ihres Tariflohns. Zugleich werden 3.700 Stellen…..

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