„Die Herrschaft des Westens geht zu Ende“

hneBundeskanzlerin Merkel und der chinesische Ministerpräsidenten Li Keqiang. Ohne China wird in Zukunft nichts mehr gehen, meint Kishore Mahbubani. Quelle: dpaBild: dpa

Die Dominanz des Westens war bloß ein Zwischenspiel der Geschichte, sagt der asiatische Vordenker Kishore Mahbubani. Dem Liberalismus räumt der Kritiker des Westens nur unter einer Bedingung Überlebenschancen ein.

WirtschaftsWoche: Herr Mahbubani, Angela Merkel ist aktuell in schwieriger Mission bei Chinas Präsidenten Xi Jinping zu Besuch. Wer hat die bessere Verhandlungsposition?
Kishore Mahbubani: Ganz klar: Xi Jinping. Vor 30 Jahren war die deutsche Wirtschaft stark und die chinesische schwach. Aber das hat sich grundlegend geändert. Chinas Wirtschaft ist deutlich größer als die deutsche – und immer noch auf Wachstumskurs.

Haben die Deutschen diese Dynamik und ihre Konsequenzen schon verinnerlicht?
Es gibt immer Leute, die ihre Augen vor der Realität verschließen. Aber den meisten deutschen Politikern und Unternehmern dürfte aufgefallen sein, dass wir nicht mehr im Jahr 1980 leben. Außerdem sind die Konsequenzen dieser Veränderung gar …..

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