Alles eine Soße: Banker, Gauner, Journalisten

Bildquelle: Deutsche Bank, Slogans für die Werbung

In den Nachrichten über Massenentlassungen bei der Deutschen Bank spielt das Schicksal der Betroffenen keine Rolle

von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam

Die Tagesschau meldet:

„Bei der Deutschen Bank ist ein massiver Stellenabbau angelaufen. Die Zahl der Vollzeitstellen soll von jetzt noch mehr als 97 000 auf deutlich unter 90 000 verringert werden. Konzernchef Sewing kündigte an, vor allem Jobs beim Aktienhandel und im Investment-Banking zu streichen. Viele Aktionäre zeigten sich… unzufrieden…“

Die Stellenzahl wird „verringert“. Bloß nicht melden, was Sache ist: Weit mehr als 7000 Menschen werden ihre Arbeitsplätze verlieren. Sie werden arbeitslos oder auf ungeliebte Posten verschoben, weil einem alerten Banker vom Typ Jungdynamiker nichts Besseres einfällt, wie die Profite der Bank wieder so gesteigert werden könnten, dass die Aktionäre den Hals voll kriegen. Der Mann verdient mehrere Millionen Euro pro Jahr. Die Tagesschau, wichtigster Nachrichtenanbieter des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, berichtet aus seinem und dem Blickwinkel von Aktionären und Managern, vulgo: Beutelschneidern. Das Schicksal von tausenden Lohnabhängigen interessiert sie einen Dreck. Kein wahrscheinlich Betroffener kommt hier zu Wort.

Dass die Deutsche Bank einem Gangster-Syndikat ähnelt, ist keine neue….

Kommentare sind geschlossen.