Wenn Ueli Maurer den Banken traut und Farbe bekennt

Ueli Maurers Wunsch: Alfred Escher auf der neuen Hunderter-Note© SK

Steinreich, Geschäftsmann, Politiker, Banker und brillanter «Networker» – so sieht Ueli Maurers Banknoten-Held aus.

Ueli Maurer, Bundesrat und Schweizer Finanzminister, hat anlässlich der «Arena» vom 11. Mai 2018 zum Thema Vollgeld-Initiative auf Schweizer Fernsehen SRF mehrmals ins Mikrofon und damit in die Ohren von Tausenden oder gar Zehntausenden von Zuschauern gesagt, er vertraue den Geschäftsbanken absolut und alles funktioniere im heutigen Finanzsystem bestens.

Es kann einem dabei die Sprache verschlagen oder man kann auch einfach darüber lachen. Die Finanzindustrie, die sich international seit den 1970er Jahren mehr und mehr verselbständigt und sich vom «Diener der Wirtschaft» zum machthungrigsten eigenen Wirtschaftssektor entwickelt hat – nur um ein Beispiel zu nennen – beschäftigt in den USA heute 4 Prozent aller Arbeitnehmer, bestreitet damit 7 Prozent der Wirtschaftsleistung der USA und streicht 25 Prozent aller Unternehmensgewinne ein. Kunststück, wenn diese Industrie das Privileg hat, selber Geld zu produzieren, es als Kredit rauszugeben und dafür Zinsen zu verlangen. Und Kunststück, wenn diese Industrie, um beim Beispiel USA zu bleiben, lediglich noch 15 Prozent der Kredite in die reale Wirtschaft vergibt, 85 Prozent aber ins internationale Finanzkasino. Eine «logische» Folge davon, dass heute mit «Investitionen» in die Finanzindustrie eben deutlich mehr Gewinn gemacht werden kann, als mit Investitionen in die reale Wirtschaft. Blasen wollen schliesslich aufgeblasen werden. Da ist doch tatsächlich nur absolutes Vertrauen in die Banken angesagt …

Welcher Kopf gehört auf die neue 100er-Note?

Stephan Klee, ein mitdenkender, kritischer Leser des Infosperbers, hat uns nach unserer «Arena»-Besprechung den folgenden, echt gut recherchierten Text geschickt:

(Ab hier Stephan Klee:)…….

Kommentare sind geschlossen.