Pecunia saepe olet, Geld stinkt oft.

Wenn der Beweis für die marxistische Behauptung gefehlt haben sollte, der Staat fungiere in kapitalistischen Marktgesellschaften als Gesamtkapitalist, so lieferten ihn nun die BaFin und die EZB recht direkt. Beide Einrichtungen haben u.a. die Aufgabe, Banken und sogenannte Finanzdienstleister regelmäßig zu überprüfen. Da es ihnen an Personal fehlt, aber auch aus anderen nicht genannten Gründen, beauftragten EZB, die deutsche BaFin und die Aufsichtsbehörden der Niederlanden, Spaniens, Irlands, Zypern und Griechenlands seit 2011 den weltweit größten US-Vermögensverwalter Blackrock, für sie Banken und sonstige Finanzdienstleister in der Eurozone „amtlich“ und kostenpflichtig zu überprüfen. Blackrock verwaltet Vermögen im Wert von 6,3 Billionen Dollar, darunter – nur als Beispiel – 5,3% der Aktien der Deutschen Bank. Das fanden kürzlich die neun Journalisten von Investigate Europe heraus. Geht es plumper?

Den Vorwurf, dass die Berater von Blackrock schon allein deshalb einen Interessenkonflikt in die staatliche Bankenaufsicht tragen, weil ihr Arbeitgeber zugleich Großaktionär der betroffenen Banken ist, wiesen die Verantwortlichen in den Behörden bisher zurück. Es sei „vertraglich gesichert“, dass die Blackrock-Berater strikt getrennt vom übrigen Geschäft des Konzerns operieren (und sich keine Notizen machen), versicherte z.B. ein befragter Sprecher……

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