Bewaffnete Milizen in den USA

Im August 2017 marschierten in Charlottesville, Virginia, hunderte Menschen durch die Kleinstadt. Sie demonstrierten unter dem Motto „Unite the Right“. Mitglieder von rassistischen, anti-muslimischen und Neo-Nazi-Gruppen waren zusammengekommen, um ihre Stärke zu demonstrieren. Dabei lieferten sie sich brutale Straßenkämpfe mit Gegendemonstranten.
Was bei den Fernsehbildern auffiel, waren marschierende Soldaten in Kampfanzügen, die sich zwischen die Kontrahenten stellten. Gleich mehrere Militia Groups, bewaffnete Milizen, waren nach Charlottesville gekommen, um, wie sie sagten, das Grundrecht eines Jeden auf Meinungsfreiheit zu garantieren und zu schützen – auch das von erklärten Rassisten und Neo-Nazis.
Charlottesville war zu einem Treffpunkt rechtsextremer Gruppierungen geworden, die zeigen wollten, dass in Amerika eine neue Zeit angebrochen war. Der Wahlkampf von Donald Trump 2016 hatte die amerikanische Gesellschaft polarisiert. Offen rassistische und nationalistische Ideen des Kandidaten Trump hatten die rechte Szene befeuert. Sie sah in ihm den Heilsbringer, auf den sie lange gewartet hatte. Auf einer einschlägigen Facebook-Seite hieß es: Ölt sie ein, Jungs, die Zeit ist reif für eine Revolution. Per Stimmzettel oder per Kugel machen wir Amerika wieder großartig.
Die Rechten im Land sahen ihre Chance gekommen. Mit Stimmzettel oder Kugel wollten sie Amerika umkrempeln. Das Treffen in Charlottesville sollte der amerikanischen Öffentlichkeit zeigen „wir sind da!“. Die bewaffneten Milizen, die in die Auseinandersetzungen eingriffen, erinnerten an die Sturmtrupps der……

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