Daniele Ganser: «Es gibt in der Schweiz ein 9/11-Forschungsverbot»

Daniele Gansers letzter Lehrauftrag wurde nicht erneuert – die HSG hat ihn wie eine heisse Kartoffel fallen gelassen. Der Historiker über die Schicksalsarena, den Syrien-Konflikt und Atombomben.

 

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Wer sind Sie?
Ich bin ein Historiker, spezialisiert auf Friedensforschung. Mich interessiert die internationale Zeitgeschichte seit 1945. Ich bin 45 Jahre alt und habe zwei Kinder.

Was verstehen Sie unter dem Begriff Verschwörungstheorie?
Eine Verschwörung ist eine geheime Absprache von zwei oder mehr Menschen, um ein Ziel zu erreichen. 1961 wollte die CIA Fidel Castro stürzen. Sie führten die Schweinebucht-Invasion durch. Das ist eine Verschwörung, da sie Fidel Castro nicht vorher angerufen haben, um ihn zu warnen. Und wenn man sich über den Ablauf der Verschwörung nicht ganz sicher ist, ist das eine Theorie. Heute wird der Begriff als Kampfbegriff für Gebiete benutzt, über die nicht geforscht werden darf.
Wie gehen Sie damit um, dass viele Sie als Verschwörungstheoretiker bezeichnen?
Das ist eine Abwertung. Ich bin Historiker. Ich untersuche verdeckte Kriegsführung und Geheimarmeen. Ich decke solche Dinge analog zu einem Höhlenforscher auf. Viele denken, dass ich diese Höhlen auch selbst gebaut habe. Ich bin aber nur derjenige, der diese verdeckten Operationen untersucht. Ich bin kein…….

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