Neue Tricks – alte Lügen

Um Nikotinsüchtige bei der Stange zu halten, drücken die Tabakmultis neue Produkte auf den Markt. Und führen Konsumenten und Politik einmal mehr an der Nase herum – mit diesen sechs Methoden.

ZigarettenwerbungSeit Jahrzehnten bewirbt die Tabakindustrie mit allen Mitteln ihre Zigaretten (siehe Bildergalerie am Artikelende). Nun probiert sie das Gleiche mit neuen Tabakprodukten. Bild: tobacco.stanford.edu

Rauchen ist tödlich. Lukas Z.* weiss das und will trotzdem nicht aufhören. Er raucht seit dem 18. Lebensjahr, jetzt ist er 40. Er tut es eben gern. «Klar, irgendwann werde ich aufhören müssen», sagt er. Aber wann? Wie viele der rund zwei Millionen Raucher in der Schweiz glaubt auch er: «Ich bin nicht süchtig.»

Lukas Z. gehört zum neuen Zielpublikum der Tabakindustrie. Denn sie muss sich neu erfinden. Und sie tut das zum Teil von der Schweiz aus – mit Philip Morris und Japan Tobacco International haben gleich zwei Multis ihre Hauptsitze hier.

«Die Tabakkonzerne tun, was sie seit Jahrzehnten tun, wenn sie in politische oder juristische Schwierigkeiten geraten: Sie erfinden sich einfach neu und sagen: ‹Wir sind jetzt die netten Tabakfirmen.›»

Stanton A. Glantz, renommierter Tabakforscher 

 

Herkömmliche Zigaretten sind heute gesellschaftlich verpönt. Für Leute, die das Rauchen aufgeben wollen, ohne auf Nikotin zu verzichten, haben die Konzerne neue Produkte entwickelt. Nach den E-Zigaretten jetzt auch sogenannte Heat-not-burn-Geräte, die Tabak erhitzen statt verbrennen sollen.

Letztere heissen etwa IQOS (Philip Morris), Glo (British American Tobacco) oder…..

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