Pressefreiheit unter Druck: „Sie können heute alles faken“

Gabriele Krone-Schmalz hat als frühere ARD-Russland-Korrespondentin und später in ihren Büchern stets für eine Verständigung mit Russland geworben – und ist dafür oft als "Putin-Versteherin" kritisiert worden. Gabriele Krone-Schmalz hat als frühere ARD-Russland-Korrespondentin und später in ihren Büchern stets für eine Verständigung mit Russland geworben – und ist dafür oft als „Putin-Versteherin“ kritisiert worden. © privat

Frau Krone-Schmalz, im jüngsten Index der weltweiten Pressefreiheit gibt es eine ungewöhnliche Auffälligkeit: Die Region, in der es bei der Pressefreiheit die stärksten Rückschritte gäbe, sei Europa. Was sagt uns das?

Gabriele Krone-Schmalz: Dass wir es mit unseren eigenen Werten, an denen wir andere Staaten messen, offenbar nicht so genau nehmen. Auch wenn hier in erster Linie osteuropäische Staaten wie Polen, Slowakei und Ungarn bzw. die Türkei genannt werden. In dem Zusammenhang möchte ich eine Beobachtung loswerden.

Ich habe den Eindruck, dass sich das Selbstverständnis von Journalismus verändert hat. Es geht nicht mehr in erster Linie darum zu informieren, Zusammenhänge deutlich zu machen, ein Geschehnis von möglichst vielen Seiten zu beleuchten, sondern es geht darum, die Menschen auf den „richtigen“ Weg zu bringen.

Wenn man seine Arbeit so versteht, muss man……

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