Darf eine Frau, die Folterungen zugelassen hat, Direktorin der CIA werden?

Gina Haspel steht eine Anhörung bevor, in der es darum geht, ob sie CIA-Direktorin
werden kann – trotz ihrer Beteiligung an Folterungen, die sogar nach einem Eingeständnis des Pentagons keine verwertbaren Erkenntnisse erbringen können.
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Von Ray McGovern
Der Geheimdienstausschuss des Senates muss am Mittwoch darüber befinden, ob er die Berufung von Gina Haspel zur Direktorin der CIA bestätigt. Er sollte ihr die Bestätigung versagen.
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Es ist kein Geheimnis, dass Gina Haspel als Chefin einer „Black Site“ (eines Foltergefängnisses) der CIA in Thailand die Folterung entführter Terrorverdächtiger – auch durch „Waterboarding“ (simuliertes Ertränken) – beaufsichtigt hat. Das unabhängige National Security Archive, das in der George Washington University untergebracht ist, hat mitgeteilt, Gina Haspel habe nach ihrem Einsatz in Thailand telegrafisch die Vernichtung zahlreicher Videoprotokolle von Folterverhören angeordnet – auch von Folterungen, die vor ihrer Ankunft in Thailand durchgeführt worden waren. Gina Haspel war auch wiederholt an Lügenberichten beteiligt, mit denen CIA-Vorgesetzten, dem Kongress und zwei Präsidenten vorgegaukelt wurde, durch Folterungen könnten wertvolle Erkenntnisse gewonnen werden. Mehr……

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