Showdown: Was passiert nach dem 12. Mai im Iran?

Die USA wollen im Iran einen Regierungswechsel herbeiführen oder, als Minimalziel, das Land durch wirtschaftliche Sanktionen wenigstens ins Chaos stürzen. Das haben die neokonservativen Falken aus dem Umfeld des amerikanischen Präsidenten öffentlich erklärt, allen voran der neue Berater zur nationalen Sicherheit, John Bolton, und der gerade erst vereidigte neue Außenminister Mike Pompeo.

Der Rial, Irans Währung, hat in den vergangenen Wochen dramatisch an Wert verloren. Das löste auf dem Schwarzmarkt einen Run auf den US-Dollar aus und verschlimmert die innenpolitische Krise noch weiter. Während Trump droht, das Atomabkommen im Mai nicht zu verlängern und stattdessen neue offizielle Sanktionen gegen den Iran zu verhängen, spricht einiges dafür, dass hinter den Kulissen ein schmutziges Spiel läuft: Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), zwei wichtige Verbündete Washingtons, arbeiten daran, den Rial zu schwächen.

Im Dezember 2017 schwappte eine Protestwelle durch den Iran. In erster Linie beklagten die Menschen die schlechte Wirtschaftslage und die hohe Arbeitslosigkeit. Anfangs beschuldigte Teheran das Ausland, sich eingemischt zu haben, und verhaftete Tausende Bürger. Letztlich musste die Regierung jedoch einräumen, dass die wirtschaftliche Situation in der Tat nicht rosig ist und dass….

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