Bleiben die Amerikaner in Syrien?

Karte: Journal21.ch/stepmap.de
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Sollten sie abziehen, würden sie die Kurden fast schutzlos der Asad-Armee, den Türken und den Russen aussetzen.

In den letzten Wochen ist es Asad und seiner Armee gelungen, einige der strategisch wichtigen Restpositionen des syrischen Widerstandes zu liquidieren. Zuerst beendete er die langen, zähen und zerstörerischen Kämpfe um die Ost-Ghuta, das ländliche Gebiet, das dicht an Damaskus angrenzt und das sich seit Beginn des syrischen Bürgerkrieges im Sommer 2011 in den Händen von mehreren Widerstandsgruppen befunden hatte.

In diesem Endkampf wurde wahrscheinlich wieder Giftgas eingesetzt. Der Kampf endete so wie früher an andern Orten: Die syrische Armee eroberte das Gebiet, während die verbleibenden Widerstandskämpfer mit ihren Familien und ihren leichten Waffen in den Norden Syriens evakuiert wurden. Sie gingen entweder in die Provinz Idlib oder etwas östlich davon in die Grenzgebiete der Provinz Aleppo, die seit dem August des vergangenen Jahres von der Türkei beherrscht werden.

Asad spart seine verlässlichsten Truppen

Diese Evakuierungen dienen dazu, Strassenkämpfe zu vermeiden, weil diese für die syrische Armee und ihre Hilfstruppen aus Libanon und aus Iran verlustreich wären. Die syrische Armee, deren verlässlichster Kern aus alawitischen Sondereinheiten besteht, hat nicht genügend Mannschaften, um das ganze Land zu beherrschen. Die Alawiten machen lediglich etwa 15 Prozent der Bevölkerung Syriens aus. Die hohen Verluste, die diese Minderheit im Verlauf der sechs Jahre des Bürgerkrieges auf ……

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