Die beschämende Tragödie von Gaza

Die israelische Armee geht am Grenzzaun mit scharfer Munition gegen Demonstranten vor. Dabei könnte sie aus der Geschichte lernen, dass das der falsche Weg ist. Der Gastbeitrag.

GazaBeim Protest an der Grenze zu Israel schützt sich ein palästinensischer Junge vor Tränengas der israelischen Armee. Fotograf: rtr

Am 30. März erschoss die israelische Armee am Zaun, der den Gazastreifen von Israel trennt, 17 Palästinenser mit scharfer Munition. Daraufhin postete Kobi Meidan, einer der führenden Journalisten in Israel, wenige Worte: „Heute schäme ich mich, Israeli zu sein.“

Meidans Leben veränderte sich sofort. Die zahllosen Drohungen gegen ihn waren trivial im Vergleich zur Reaktion des Kommandanten des Armeeradios, Galei Tzahal, bei dem er arbeitet: Der forderte seine Entlassung. In der Woche darauf versuchten hunderte Israelis, Meidan klarzumachen, wie stolz er auf sein Land sein sollte.

Israelis schämen sich für ihr Land

Viele Israelis haben jedoch aufgehört, stolz auf ihr Land zu sein. Sie haben sogar begonnen, sich zu schämen. Nicht nur wegen des sinnlosen Tötens an der Grenze zu Gaza, sondern auch wegen der Korruptionsskandale des Premierministers…..

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