Juristischer Bonus für ausländische Straftäter wg. „Haftempfindlichkeit“

Ich habe mir immer eingebildet, das Vokabular der deutschen Sprache einigermaßen zu beherrschen. Jetzt musste ich mich eines Besseren belehren lassen und ein neues Wort dazulernen: HAFTEMPFINDLICHKEIT. Im Juristen-Deutsch ist dieser Begriff tatsächlich existent und er kommt hauptsächlich zur Anwendung wenn es darum geht, Straftätern mit Migrationshintergrund mildernde Umstände zuzubilligen und das Strafmaß, das im Vergleichsfall jedem deutschen Verbrecher aufgebrummt würde, zu reduzieren.

Jüngster Fall: Der abgelehnte algerische Asylbewerber Adel S. (28) ist, nachdem er wegen unterschiedlicher Delikte (z. B. Diebstahl, schwere Körperverletzung) schon mehrfach vor dem Kadi gestanden hatte, vom Zwickauer Amtsgericht zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Richter Stephan Zantke meinte in seiner Urteilsbegründung: „Wir haben genügend deutsche Straftäter, da brauchen wir keine ausländischen.“ Das war einmal eine erfreulich klare Aussage eines deutschen Richters. Aber Adel. S. hat offenbar Wind davon bekommen – höchst wahrscheinlich durch seinen Anwalt –, dass er als allein hier lebender Algerier, mit der deutschen Kultur nicht vertraut und der Sprache nicht mächtig alle Voraussetzungen mitbringt, um einen besonderen Ausländerbonus für sich zu reklamieren. Also geht Adel. S. in Berufung und siehe da: Richter Rupert Geußer ….

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