Eine syrische Woche als Augenöffner

Die Ereignisse der ersten Aprilhälfte haben bestätigt, dass die Zeit des Hegemons zu Ende geht – wie das?


Der 11. Januar 2018, an dem sich in der US-Hauptstadt in getrennten Sitzungen die „kleine Syrien-Gruppe“ und die „syrische Opposition“ zur Kurzfristplanung in der Inszenierung des sogenannten „Aufstands gegen das syrische Regime“ trafen, ist ein Besonderer. Er hat die jüngsten Ereignisse in Syrien stark beeinflusst, aber – im Gegensatz zur öffentlichen Wahrnehmung – fand die entscheidende Steuerung, die Prägung nicht (mehr) durch sie statt. Das ist ein gutes Zeichen!


Denn dieser Tag ist das Symbol dafür, das tote Pferd nochmals zu reiten. Ein Krieg, der im Rahmen eines sogenannten „Arabischen Frühlings“ als verdeckter Krieg gegen Syrien begonnen wurde, ist im Prinzip für die Anstifter verloren. Statt der Zerschlagung einer Achse souveräner Staaten, nämlich Iran und Syrien, ist diese stark wie nie zuvor. Dazu gesellen sich praktische Verbündete – wie der Irak und der Libanon; das alles garniert mit einer militärischen Schutzmacht Russland und dem Rückhalt durch den Wirtschaftsgiganten China.

Syrien könnte zum Totalverlust für die Globalisten werden und das sind sie nicht bereit, hinzunehmen. Unter Globalisten verstehe ich die rücksichtslosen Verfechter einer neoliberalen Weltordnung, welche eine bedingungslose globale Durchdringung des sogenannten Prinzips freier Märkte anstreben. Globalisten sehe ich als Jene, welche die Interessen eines oligarchischen, transatlantischen Netzwerks aus gigantisch aufgeblähten Banken, Investmentgesellschaften und Wirtschaftsunternehmen, im Filz mit einer Kaste selbsternannter Weltverbesserer vertreten. Diese Globalistenfraktion konzentriert sich nach wie vor in den USA, über die sogenannten transatlantischen Netzwerke eng verbunden mit gleichartig tickenden Netzwerken in Westeuropa.

Diesen Globalisten gelingt, gefangen in ihren maßlosen Ansprüchen, nicht einmal mehr die Wahrnehmung der von eben diesen Ansprüchen wegdriftenden Realität. Also war für sie, um wieder auf das Thema Naher Osten zu kommen…..

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