„Nur die Toten finden hier ein besseres Leben.“ – Das Massaker und die blutigen Tage von Gaza

Der Karfreitag der Christen, der Beginn des Pessach-Fests der Juden, der „Tag des Bodens“ der Palästinenser: der 30. März bescherte Gaza ein Blutvergießen, wie es die Mittelmeerenklave seit Ende des letzten großen Krieges im Sommer 2014 nicht erlebt hatte. Beim Auftakt einer mehrwöchigen Protestaktion gegen die längste militärische Okkupation der Welt wurden 18 Menschen von israelischen Sicherheitskräften getötet, Hunderte weitere teils schwer verletzt. Von Jakob Reimann[*].

Gaza wird in Kürze unbewohnbar sein

2015 erklärten die Vereinten Nationen in einem wegweisenden Report, der Gazastreifen würde bei anhaltenden Entwicklungen bis zum Jahre 2020 buchstäblich unbewohnbar. Nachdem sich Israel 2005 aus Gaza zurückzog, gewann die Hamas im folgenden Jahr die Parlamentswahlen. Israel richtete eine umfassende Blockade ein, in dessen Zuge Luft-, See- und Landwege des winzigen Küstenstreifens hermetisch abgeriegelt wurden, seit einiger Zeit kooperiert hierin auch die ägyptische Regierung mit der israelischen. Als Folge brach die lokale Wirtschaft endgültig zusammen. Mit über 40 Prozent hat Gaza die höchste Arbeitslosenquote der Welt. Jeglicher Warenverkehr wird von der israelischen Regierung kontrolliert und maximal eingeschränkt, ebenso jede Bewegung von Personen. Die rund zwei Millionen…..

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