Giftgaslüge zwingt Trump zur Kehrtwende

Vor etwa zwei Wochen kündigte Donald Trump überraschend den Abzug der in Syrien illegal stationierten US-Truppen an. “Wir werden sehr bald aus Syrien abziehen”, sagte er in einer Rede vor Industriearbeitern im Bundesstaat Ohio. Die US-Soldaten sollten “zurück in unser Land kommen, wo sie auch hingehören”. Um Syrien sollten sich nun “andere Leute” kümmern, sagte Trump weiter.

Seine Ankündigung hatte Trump offenbar nicht mit seiner Regierung abgestimmt: Das Außenministerium in Washington wusste nach eigenen Angaben nichts von einer entsprechenden Entscheidung. Auf die Frage, ob sie über die Pläne im Bilde sei, sagte Ministeriumssprecherin Heather Nauert dem Sender CNN: “Bin ich nicht, nein. Nein.” Sie sei nicht bereit, die Aussagen Trumps zu kommentieren.

Trump stellt sich damit gegen viele Mitglieder des Regierungsapparates – von denen viele aber seit Längerem von dem Wunsch des Präsidenten gewusst haben. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, hat sich der Republikaner in den vergangenen Wochen ähnlich in internen Beratungen geäußert.

Im Januar hatte der damalige US-Außenminister Rex Tillerson noch angekündigt, den US-Militäreinsatz in Syrien auszuweiten, um den IS weiter zu bekämpfen. Mitte März wurde er dann von Trump entlassen.

Vor wenigen Tagen verkündete die syrische Armee die fast vollständige Befreiung von Ost-Ghouta und die damit einhergehende Rettung und Evakuierung von Tausenden zivilen Geiseln der Terroristen (in westlichen Medien war man darüber nicht erfreut).

In Duma, eine Stadt in Ost-Ghouta, wo sich die letzten Terroristen zur Kapitulation bereit erklärt hatten, geschah dann angeblich der lang erwartete Giftgasangriff, den man Assad und den syrischen Sicherheitskräften in die Schuhe schieben konnte. Bisher haben lediglich Al-Kaida-Terroristen und die mit ihnen liierten Weißhelmen den Giftgasangriff bestätigt. Russische Truppen vor Ort fanden hingegen keine Hinweise auf einen Einsatz von Giftgas.

Aber auf die unbewiesenen Behauptungen von Terroristen stützen sich nun die USA, Frankreich, Großbritannien, Deutschland und Israel. Diese Staaten haben über 7 Jahre lang die Terroristen unterstützt, um Assad zu stürzen und Syrien zu destabilisieren – bisher vergeblich. Nun brauchen sie einen Vorwand, um selbst eingreifen zu können, um diese Ziele doch noch zu verwirklichen.

Und es spielt anscheinend keine Rolle, was Trump selbst will: Die Politik in den westlichen Staaten wird von ganz anderen Kräften gelenkt. Und wenn Israel kein Interesse daran hat, dass die US-Armee aus Syrien abzieht, dann werden eben Gründe inszeniert, die eine US-Präsenz notwendig macht. Und sollte Trump nicht mitspielen, werden eben die Ermittlungen und ein mögliches Amtsenthebungsverfahren gegen ihn intensiviert. Quelle:

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