Arnold Hottinger: Der Krieg der vielen Akteure

Arnold Hottinger's pictureVon Arnold Hottinger
In Nordsyrien sind durch die Kämpfe neue Konstellationen entstanden. Das grösste Fragezeichen bilden die Amerikaner: Bleiben sie oder bleiben sie nicht?

Seit dem 27. März beherrscht die türkische Armee gemeinsam mit den von der Türkei eingesetzten FSA Milizen (Freie Syrische Armee) die rund 2000 Quadratkilometer der Region Afrin und ihrer gleichnamigen Hauptstadt.

Ende der Plünderungen

Nach der türkischen Darstellung hat der Feldzug gegen Afrin, der am 20. Januar begonnen hatte, 51 türkischen Soldaten das Leben gekostet. Die Verluste der kurdischen YPG sollen nach der türkischen Darstellung 3’790 Mann sein, Gefangene, Tote und Verwundete zusammengenommen. Diese zweite Zahl scheint sehr hoch gegriffen. Doch andere Zahlen gibt es nicht, weil die YPG ihre eigenen Verluste nicht bekannt geben. Auch die Verluste der FSA, die als Verbündete der Türken kämpfen, blieben unerwähnt. Die YPG sagen, sie würden als Guerilla in Afrin weiterkämpfen.

Die Stadt Afrin konnte mit bedeutend weniger Zerstörungen eingenommen werden als andere Städte im syrischen und im irakischen Bürgerkrieg. Es gab anfänglich Plünderungen durch FSA-Einheiten. Doch Ankara soll diesen rasch ein Ende…..

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