Karin Leukefeld: „Die Menschen in Syrien wollen den Krieg nicht mehr!“

Karin Leukefeld zeigt Fotos und erzählt von Begegnungen, wie man sie in den hiesigen Medien nicht zu lesen und zu sehen bekommt. Eine Gruppe von Helfern des roten Halbmonds in Aleppo versorgt Verletzte während eines Waffenstillstands; heruntergelassene große Tücher als Schutz von den Scharfschützen; ein Straßenfest in Homs mit einer Musikkapelle, Kinder, die eine Mauer in der Altstadt bemalen; Arbeiter bei Aufräumarbeiten an einer Kreuzung in Damaskus; eine kleine Bungalowsiedlung, in der amnestierte IS-Kämpfer und ihre Familen wohnen; Menschen, die sich die Zerstörungen der Ommayyaden-Moschee in Aleppo ansehen; eine Schule, die für das neue Schuljahr renoviert wird; einen Bäcker im Wadi Sagher bei Homs und einen Fischverkäufer, der wieder Fische anbietet. Karin Leukefeld erzählt nicht nur von Tod, Zerstörung und unendlichem Leid, sondern auch von den Versöhungskommittees, die sich überall gebildet haben und von den vielen organisierten Waffenstillständen, von Amnestien und überhaupt vom Aufbau- und Überlebenswillen der Bevölkerung. Sie negiert natürlich nicht den Krieg, und sie berichtet auch von den aktuellen Teilungsplänen, die die Existenz des Staates Syrien bedrohen.

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