Bad Vlad ist nicht zu fassen

Schon wieder hat er den Westen reingelegt

Udo Lielischkies, Leiter der SOKO Moskau, hat den Fall Skripal aufgeklärt. In der letzten „Maischberger“-Runde enthüllte er das alles entscheidende Motiv für den Mordversuch. Die Tat von Salisbury war aus seiner Sicht so etwas wie der Höhepunkt des russischen Präsidentschaftswahlkampfs und das ultimative Mittel, die für den Kreml-Herrn so eminent wichtige Wahlbeteiligung nach oben zu schrauben.

Bekanntlich manipuliert Putin Wahlen und Volksabstimmungen auf der ganzen Welt. Was wunder, dass er es auch im eigenen Land tut. Nicht etwa, um die Wahl zu gewinnen – denn sein Sieg stand, wie in jeder totalitären Diktatur, von vornherein fest –, sondern um eine möglichst hohe Wahlbeteiligung und eine entsprechend hohe Legitimation zu erreichen.

Lielischkies verwies auf die Leiterin der Zentralen russischen Wahlkommission, die sich ironisch bei den Briten für die Wahlkampfhilfe bedankt hatte. Auch fast alle russischen Fernsehkommentatoren seien sich einig gewesen, dass die britischen Reaktionen auf den Fall Skripal eine höhere Wahlbeteiligung gebracht hätten. Genau das, so Lielischkies, sei Putins Absicht gewesen:

„Er braucht den Konflikt mit dem Westen, weil er der tapfere Präsident ist, der sich dem aggressiven Westen entgegenstellt. Das ist seine Hauptstory. Damit punktet er. Damit ist er so populär.“

Sosehr man den kriminalistischen Scharfsinn Lielischkies‘ bewundern muss – die volle Tragweite seiner Äußerung war ihm vermutlich nicht bewusst. Denn der ……

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