Geht’s noch verlogener?

Foto: Spc. Christopher Brecht | Wikimedia Commons

Die Folgen deutscher Waffenexportpolitik konnten live im Fernsehen verfolgt werden: Im Schutze deutscher Leopard-Panzer haben türkische Soldaten rund zweihunderttausend Zivilisten aus Afrin vertrieben – aus jenem selbstverwalteten nordsyrischen Kanton, in dem Kurden, Araber, Turkmenen, Alewiten und Jesiden eine Zuflucht gefunden und friedlich nebeneinander gelebt hatten.

Eine unheilige Allianz aus türkischer Soldateska und jihadistischen FSA-Söldnern marschierte, triumphierend den Gruß der rechtsextremen Grauen Wölfe oder den Zeigefinger zum »Gottesgruß« der Dschihadisten reckend, plündernd durch die Stadt, brachen in Wohnungen und Läden ein und raubten der geflüchteten Bevölkerung ihr Eigentum: Lebensmittel, Elektrogeräte, Motorräder, Traktoren. Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan beteuert, der Einsatz gegen die kurdische YPG-Miliz in Afrin diene dem Schutz der Nato-Grenzen. Der völkerrechtswidrige Angriffskrieg gegen die kurdische Minderheit auf syrischem Staatsgebiet sei eine »NATO-Bündnisverteidigung«.

Doch auch der Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages stellt fest, dass die Türkei den »Beweis für das Vorliegen eines das Selbstverteidigungsrecht auslösenden ›bewaffneten Angriffs‹ schuldig« bleibe und beklagt das……

Kommentare sind geschlossen.