Drohnenangriff im Süden Libyens deutet auf wachsende US-Militärtätigkeit in der Sahelzone hin

Fehlende Offenlegung lässt genaue US-Politik in der Region unklar

Jason Ditz

Am Samstag führten die Vereinigten Staaten von Amerika im Südwesten Libyens einen Drohnenangriff durch, bei dem zwei Menschen getötet wurden. Die Namen der beiden getöteten Menschen wurden nicht bekanntgegeben, aber das US African Command (Africom) behauptete, es handelte sich um Mitglieder von al-Qaida im islamischen Maghreb (AQIM).

Der Angriff und Africoms Reaktion darauf schürt die Spekulationen unter Analysten, dass dies der Schlüssel zu einer weiteren Eskalation des Krieges gegen AQIM in der Sahelzone in Nordafrika ist. Es scheint auch eine Fortsetzung der Politik von Africom zu sein, nicht die amerikanischen Öffentlichkeit darüber zu informieren, was sie tun.

Tatsächlich wurde der Angriff am Samstag nicht einmal öffentlich bestätigt, bis die New York Times Africom ausdrücklich darum ersuchte, sich zu dem Vorfall zu äußern. Dies entspricht dem jüngsten Problem von Africom, militärische Aktivitäten aus Sicherheitsgründen geheim zu halten.

Als Africom endlich eine Stellungnahme zu dem Vorfall abgab, war diese nicht einmal richtig. In der Erklärung wird behauptet, dass zwei AQIM-Kämpfer beim „ersten Luftangriff“ der USA gegen Al-Qaida in Libyen getötet wurden. Das stimmt nicht, denn die USA haben bereits im Juni 2015 einen Angriff auf einen Vertreter der AQIM im Osten Libyens durchgeführt.

Africom hat in den letzten Jahren Interesse gezeigt, sich stärker in Libyen, Niger, Mali und anderen Ländern Afrikas zu engagieren. Wie schnell das eskaliert, ist jedoch unklar, da wir nicht wissen, welche Details wahr sind und welche Vorfälle noch nicht einmal öffentlich gemacht worden sind. Antikrieg:

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