Beijing schlägt drei Schlachten

Chinas Parlament hat getagt: Kampf gegen Armut und Korruption, mehr qualitatives Wirtschaftswachstum und Umweltschutz im Mittelpunkt

China_Politics_56689341.jpgMit kommunistischem Gruß: neuernannte Funktionäre während des Nationalen Volkskongresses am 19. März in Beijing Foto: AP Photo/Mark Schiefelbein

Wenn Chinas Volkskongress tagt, herrscht in Beijing Ausnahmezustand: Rund 3.000 Delegierte, die 1,4 Milliarden Chinesen vertreten, versammeln sich jährlich dazu (siehe Spalte). Gut zwei Wochen dauert diese Sitzung des Gremiums, das sich selbst als »größtes Parlament der Welt« bezeichnet. Die Abgeordneten tagen in der zentral am Tiananmen-Platz gelegenen »Großen Halle des Volkes«, doch die ganze Stadt nimmt Anteil, denn die Sitzung des Volkskongresses ist auch eine logistische Herausforderung; parallel tritt die »Politische Konsultativkonferenz« (PKKCN) zusammen, deren über 2.000 Delegierte beratende Funktionen innehaben. Abgesperrte Plätze, Besuchsprogramme für Delegierte aus weit entfernten Provinzen, Fototermine – die Abgeordneten sind keine »Berufsmandatsträger«, sondern gewöhnliche Menschen; Arbeiter, Soldaten und Angestellte, Angehörige nationaler Minderheiten. Die turnusmäßige Sitzung in der Hauptstadt ist für sie ein Erlebnis.

Am Sonntag wurde Li Keqiang erneut zum Ministerpräsidenten des…..

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