Datenraub als Entwicklungshilfe

Der neue Modebegriff in der Afrika-Hilfe heißt „Data 4 Development“ – eine große Datensammlung für bessere Hilfe. Doch die Ziele und Methoden sind fragwürdig. In Krisenregionen sollen anhand von Big-Data-Projekten Hilfsmaßnahmen besser koordiniert werden, Flüchtlingsströme besser überwacht und kanalisiert werden. Alles soll von überall zentral steuerbar sein, vom Silicon Valley, aus London, aus New York, nur nicht aus Afrika.

Beim Weltwirtschaftsforum ist man schon lange begeistert von den Möglichkeiten, die Big Data in der Entwicklungszusammenarbeit bietet. Die Vereinten Nationen (UN) und die EU-Kommission lassen sich nun anstecken. Schon 2012, als der Begriff erst wenigen bekannt war, stellte das Weltwirtschaftsforum Beispiele heraus, wie man durch Auswertung von Mobilfunkdaten die Ausbreitung einer Epidemie in Afrika prognostizieren oder Frühwarnsignale einer Hungersnot empfangen und entsprechend reagieren kann.

Heute ist diese Art des „Data Mining“ aus der Ferne dabei, zu einer wichtigen Säule der Entwicklungszusammenarbeit zu werden. „Die Kommission unterstützt……

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