Neurologen messen erstmals “Todeswelle” im menschlichen Gehirn

Der irreversible Zeitpunkt des sich ausbreitenden Todes (nach ca. 10 Minuten).
Copyright: Dreier et al. / Annals of Neurology, 2018 / Hintergrundbild: Gemeinfrei

Berlin (Deutschland) – Bleibt der Sauerstoffnachschub etwa aufgrund des bei einem Herzstillstand zum Erliegen kommenden Blutkreislaufs aus, so kommt es innerhalb von etwa zehn Minuten zu umfangreichen und unwiderruflichen Schäden, die sich vergleichbar mit einer Welle, einem Tsunami, im Hirn ausbreiten und führen – so sie nicht gestoppt werden können – zum Tod. Bislang konnten diese Vorgänge nur an Tieren untersucht und beobachtet werden weshalb es nur bedingt aussagekräftige Messungen der elektrischen Hirnaktivität und sehr widersprüchliche Auffassungen in Hinblick auf die Übertragbarkeit der Tierversuchsergebnisse gab. Neurologen haben die ablaufenden Prozesse jetzt erstmals am Menschen untersucht. Die Ergebnisse könnten Ansatzpunkte für Behandlungsstrategien bei Herzkreislaufstillstand und Schlaganfall liefern.

Wie das Team um Prof. Dr. Jens Dreier von der Charité – Universitätsmedizin…..

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