Afghanistan – noch mehr (auch deutsche) Truppen? Eine Stellungnahme von Ex-Botschafter Dr. Werner Kilian

n den letzten Wochen hat es wieder schwere Selbstmord-Anschläge in der afghanischen Hauptstadt Kabul gegeben. Entweder gingen sie auf das Konto der national-islamistischen Taliban, oder auf die mittlerweile erstarkenden Terrorbanden des islamischen Staates (IS).

Die Hauptlast des Krieges trägt nach dem Abzug des Grossteils der ISAF Truppen jetzt die afghanische Armee, die im Jahre 2016 rund 7000 Tote zu beklagen hatte. Gleichwohl ist ein durchschlagender Erfolg dieser Armee gegen die Aufständischen nicht festzustellen.
Ganz im Gegenteil: grosse Teile der ländlichen Gebiete werden mittlerweile von den Taliban kontrolliert. Als Terror-Konkurrenz ist jetzt auch noch der Islamische Staat (IS) aufgetaucht, dessen Terrorangriffe sich nicht nur gegen den Staat, sondern auch gegen die moslemischen Schiiten richten, die sie als Gotteslästerer ansehen.

Gibt es überhaupt noch einen Ausweg aus dieser völlig verfahrenen Lage?

Ich bat den ehemaligen deutschen Botschafter Dr. Werner Kilian, erneut um eine Stellungnahme. Er war zu Beginn seiner diplomatischen Karriere drei Jahre als politischer Botschaftsrat und stellvertretender Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Afghanistan. Er hat das Land kreuz und quer bereist und auch später die dortigen Ereignisse intensiv verfolgt.

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Dr. Werner Kilians Stellungahme

Die Lage in Afghanistan ist wieder einmal völlig verfahren. Die Soldaten der regulären afghanischen Armee schaffen es trotz der massiven…….

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