Rom, Kuwait, Ankara, Brüssel und München: Gesichtswahrung für gescheiterte USA?

Dass die EU und die europäischen Staats- und Regierungschefs in blinder Gefolgschaft der USA dieselbe unerwünschte Außenpolitik betreiben, zeigt in erbärmlicher Weise, wie untauglich sie sind, bis auf Frankreich, eigenständig außenpolitisch zu handeln. Schon am 6.1.2018 tritt Frankreichs UN-Botschafter selbstsicher und völlig völkerrechtsmäßig im UN-Sicherheitsrat gegen Washington auf. Führungspersonen aus der sich formierenden neuen deutschen Regierungskoalition wissen noch nicht, wie sie sich dazu positionieren sollen, um nicht länger auf dem Schoß der USA zu bleiben. Wie unsicher die geschäftsführende Bundesregierung dasteht, zeigt die Reise der Verteidigungsministerin nach Rom am 13.2.2018 und dann nach Brüssel zum NATO-Treffen am 14. und 15.2. anstatt nach Paris zu reisen, um mit ihrer französischen Kollegin, Florence Parly, eine gemeinsame Stellungnahme oder das gemeinsame Vorgehen auf der Münchner Sicherheitskonferenz abzusprechen. Die deutsche Ministerin wagt nicht, ohne Konsultation, selbstsicher und souverän auf der internationalen Bühne aufzutreten. Die große Unsicherheit der Bundesregierung widerspiegelt sich peinlich in den ZDF-Heute-Nachrichten am 13.2.2018 um 19 Uhr. Anstatt über das brisanteste Ereignis des Tages, nämlich über den Auftritt der……

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