Verworrene Lage in Nordsyrien! Ausweglosen Situation der US-Militärstrategen?!

Die Lage in Afrin und die Bündnis-Konstellationen haben bei Außenstehenden für Verwirrungen gesorgt. HDK erklärt die Hintergründe der aktuellen Ereignisse von Afrin.

Der Krieg in Nordsyrien ist in erster Linie weniger gegen die Kurden gerichtet, sondern in Wirklichkeit gegen die Amerikaner! Indem die USA die Kurden für ihre eigenen geopolitischen Interessen ausnutzen, konnte das US-Militär mindestens 11 illegale Militärbasen in Syrien errichten und sich damit vorläufig in der Region festsetzen. Aber diese US-Präsenz stößt bei anderen Playern auf Ablehnung.

Der türkische Einmarsch in der Afrin-Region ist Teil von geheimen Absprachen zwischen Russland, Türkei, Iran und Syrien. Dieser sieht in etwa so aus:

• Die Türkei greift die Afrin-Region an, ohne sie ernsthaft zu erobern. Nach außen hin gibt sie aber an, diese Region erobern zu wollen. Die syrische Regierung verurteilt (nach außen hin?) den türkischen Einmarsch und droht mit Gegenreaktionen.

• Die kurdische YPG gerät in Bedrängnis und in der Bevölkerung macht sich Unmut breit. Hilferufe an die Amerikaner bleiben logischerweise unbeantwortet, da die USA in Afrin keine militärischen Kräfte stationiert haben und eine mögliche Konfrontation mit dem NATO-Partner Türkei die Lage der Amerikaner verschlimmern würde, da über die Türkei der Nachschub der US-Truppen in Syrien verläuft und dieser im Falle einer Konfrontation von Ankara geschlossen werden könnte.

• In ihrer Verzweiflung rufen die Kurden die syrische Regierung um Hilfe. Präsident Assad hat den Kurden immer wieder die Hand ausgestreckt, aber eine Hilfe mit Bedienungen geknüpft. So sollen die Kurden ihre Unabhängigkeitsbestrebungen aufgeben und die YPG-Miliz sich der syrischen Armee eingliedern lassen. So soll der Einfluss der Amerikaner zurückgefahren und die Einheit Syriens inklusive einer kurdischen Autonomieregion gewährleistet werden. Mehr……

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