Gabriele Krone-Schmalz: „Es ist höchste Zeit für eine neue Entspannungspolitik“

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Medial „geschlachtet“ wird, wer sich für ein differenziertes Russlandbild einsetzt. Diese Beobachtung hat die ehemalige Russland-Korrespondentin der ARD, Gabriele Krone-Schmalz gemacht. Im Interview mit den NachDenkSeiten sagt Krone-Schmalz, mittlerweile seien geradezu hysterische Zustände zu erkennen, wenn es darum gehe, sich der Dämonisierung Russlands entgegenzustellen. In den USA sei es mittlerweile so schlimm, dass „jeder Kontakt“ zu Russland sofort unter einen „Generalverdacht“ gestellt werde. „Die McCarthy-Ära lässt grüßen“, sagt Krone-Schmalz. Ein Interview über die angeschlagenen Beziehungen zu Russland, Schieflagen in der journalistischen Berichterstattung und die Möglichkeiten, die zu einer Verbesserung des Verhältnisses zwischen Deutschland und Russland führen könnten. Ein Interview von Marcus Klöckner.

Frau Krone-Schmalz, das Verhältnis zwischen Russland und dem Westen ist seit geraumer Zeit alles andere als gut. Was läuft hier falsch?

Eine ganze Menge. Die vorherrschende Meinung ist, dass nur Russland dafür Verantwortung trägt: etwa durch die Unterstützung des Assad-Regimes, die….

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