Was Thomas Jordan von der SNB nicht gesagt hat

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Christoph Pfluger / 19. Jan 2018 – Der Präsident der SNB eröffnet mit einem Referat in Zürich den Abstimmungskampf zur Vollgeld-Initiative – und umgeht das Thema.

Nationalbankpräsident Thomas Jordan hat am Dienstag dieser Woche mit einem Grundsatzreferat zur Geldschöpfung gewissermassen den Abstimmungskampf zur Vollgeld-Initiative eröffnet. Der Referent redete nicht frei, sondern las einen Vortrag ab, an dem nicht weniger als sechs Autorinnen und Autoren gearbeitet hatten. Ihre Aufgabe wird es gewesen sein, alle heiklen Fragen der Geldschöpfung aus dem Nichts durch die privaten Banken zu umschiffen. Es ist ihnen gelungen.

Zum ersten Mal in der Geschichte der Zürcher Volkswirtschaftlichen Gesellschaft mussten Besucher abgewiesen werden, so attraktiv war das Thema – «Wie Geld durch die Zentralbank und das Bankensystem geschaffen wird» – oder so kompetent schien der Referent. Aber Thomas Jordan sagte nichts, was eine auch nur oberflächliche Kenntnis der Materie bereichert hätte. Viel entscheidender war, was er nicht sagte. Und darum soll es hier gehen.

Eine SNB-Publikation, die es nicht mehr geben darf

Der Nationalbank ist das Thema der privaten Geldschöpfung offenbar peinlich. 2002 veröffentlichte sie das Büchlein «Die Nationalbank und das liebe Geld», in dem auf….

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