Erdogan fühlt sich von Trump hintergangen und fordert Nato-Beistand – gegen USA

Die Türkei geht hinsichtlich einer kurdischen Streitkraft im Norden Syriens weiter auf Konfrontationskurs mit den USA. Die Nato müsse nun Haltung zeigen, sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan vor Abgeordneten seiner AKP: „Hey Nato! Ihr seid verpflichtet, euch gegen jene zu stellen, die Grenzen eurer Mitglieder belästigen und verletzen.“ Bereits zuvor hatte Erdogan angekündigt, die Grenztruppe zu zerstören, bevor sie aufgebaut sei.

In den kommenden Tagen will er den Angriff auf eine kurdische Enklave befehlen. Erdogan teilte mit, dass er nicht vorhabe, US-Präsident Donald Trump für ein Gespräch über die Grenztruppe anzurufen. „Wir sprachen bereits über das Thema“, sagte er der Nachrichtenagentur Anadolu zufolge. „Er (Trump) sagte, er werde sich wieder bei mir melden. Ich werde ihn nicht anrufen, solange er sich nicht wieder bei mir meldet.“

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……und noch was……
Assad warnt Türkei vor Angriff auf Kurden

Die syrischen Kurden erhalten Unterstützung von unerwarteter Seite. Syriens Präsident, Bashar al-Assad, hat der kurdischen Bevölkerung von Syrien Unterstützung im Kampf gegen türkische Invasoren versprochen. Kurdische Kämpfer aus anderen Teilen des Landes konnten in den vergangenen Tagen Gebiete der Regierungsarmee nach Afrin passieren und Waffen verlegen. Ein syrischer Soldat und ein kurdischer YPG-Kämpfer umarmten sich an einem Checkpoint – diese symbolträchtige Geste verstärkte in Syrien und in den Kurden-Gebieten die Hoffnung auf Frieden.

Doch die Türkei bringt seit Wochen Truppen und schweres militärisches Gerät an die Grenze zu Afrin in Stellung. Präsident Erdogan drohte offen mit einem Militärschlag in den kommenden Tagen. Die von den USA unterstützten Kurden hatten daraufhin die internationale Gemeinschaft um Hilfe gerufen. Jedoch wird im Westen, aber auch in Moskau bisher über den drohenden Militärschlag des NATO-Landes Türkei geschwiegen. Doch nun erhalten die Kurden scheinbar tatkräftige Unterstützung aus Damaskus. Die Assad-Regierung drohte der türkischen Armee mit Luftschlägen, sollte die Türkei die syrischen Kurden angreifen.

Allerdings behaupten israelische Quellen, dass auch die US-Regierung Pläne eines gewaltigen Militärschlags gegen die türkische Armee in der Schublade liegen hat, sollte die Türkei amerikanische Soldaten in Syrien angreifen. Diese Informationen sollten dennoch mit äußerster Vorsicht konsumiert werden, da Israel derzeit ein großes Interesse einer Eskalation in der Region hat. Gründe dafür könnten sein, dass die Türkei sich vermehrt Russland und Iran zuwendet, was israelischen Strategen missfällt.

Syrien aktiviert Luftabwehr gegen türkische Flugzeuge

Syrien will türkische Jets abschießen, sollten diese die von Kurden kontrollierte Enklave Afrin im Nordwesten des Landes bombardieren. Die syrische Luftabwehr habe ihre volle Stärke zurückerlangt, erklärte der syrische Vize-Außenminister Faisal al-Mikdad in Damaskus, wie die staatliche Nachrichtenagentur Sana am Donnerstag meldete.

Die türkische Luftwaffe solle einen Angriff auf syrischen Boden nicht als «Spaziergang» betrachten. Syrien werde einen Militäreinsatz als feindlichen Akt ansehen und ihm in angemessener Weise entgegentreten.

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