Der ganz normale Krieg

Wie die linke Bewegung — gefangen in den Mechanismen von Macht und Herrschaft — ihren eigenen Friedensanspruch torpediert.

 

Der ganz alltägliche Krieg findet an Orten statt, an denen wir ihn nicht wahrnehmen – weil wir ihn nicht wahrnehmen wollen. Dieser Krieg ist dabei genauso unerbittlich und hasserfüllt wie der spektakuläre heiße Krieg. Dabei ist das Zweite nur die Veräußerlichung des Ersten. Es ist wie mit einem Kochtopf in dem sich ein ständiger Hitzedruck permanenten Missverstehens aufbaut, bis der Deckel hoch steigt und geräuschvoll den überschüssigen Druck nach außen lässt. Zur Freude des neoliberalen Establishments verschwenden die Linken ihre wertvolle Energie auf genau diese Weise.

Diesen Beitrag schrieb ich aus einer subjektiv politisch linken Perspektive. Einer Perspektive, der ich mich emotional verbunden fühle, ohne sie rational beschreiben zu können. Das ist in meiner Biografie begründet, doch inzwischen stellen sich viele Fragen in mir, wenn es um die linke Bewegung als einer gesellschaftspolitischen Strömung geht. Offenheit verdeutlicht sich, wenn man auch vor unbequemen Fragen nicht zurückschreckt. Das möchte ich in diesem Beitrag leben.

Was ich in den letzten Monaten zum politischen Aktionismus der Partei Die LINKE (a1) erfahren durfte, hat in mir letzte Illusionen zerstreut, dass unsere Demokratie reformierbar wäre, wenn eine neue, mit „besonders fortschrittlichen“ Werten (mit einer selbstredend rein subjektiven Wertebestimmung) auftretende Partei Regierungsgewalt erhalten würde. Damit meine ich nicht einmal ihre Rolle im deutschen Parlament sondern vor allem ihr Auftreten innerhalb der Partei und gegenüber Menschen, die sich doch erklärtermaßen und traditionell ebenfalls LINKS sehen. Doch erkenne ich zu überdenkende Verhaltensmuster nicht nur bei der……

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