Korea: Tauwetter durch Winterspiele?

Die Vertreter von Nord- und Südkorea reden wieder miteinander. Der Norden nimmt an den Winterspielen im Süden Teil. Ist das nun der Durchbruch im Korea-Konflikt?

Wohl kaum. Denn der Schlüssel zur Lösung der Probleme auf der koreanischen Halbinsel liegt nicht in Korea selbst sondern in Washington. Nicht Starrsinn oder Machthunger Kim Jong-uns stehen einer innerkoreanischen Einigung im Wege, wie der Westen und die westlichen Hoheitsmedien der Öffentlichkeit immer weismachen wollen, sondern in erster Linie die eingeschränkte Souveränität Südkoreas. Das wird in der westlichen Berichterstattung zwar nicht in den Vordergrund gestellt, kommt aber gelegentlich mehr oder weniger ungewollt zum Ausdruck, wie unlängst bei der Wiederaufnahme der Gespräche zwischen Nord und Süd.

Mit seiner Neujahrsansprache hatte Kim dem Süden die Wiederaufnahme der seit 2016 ausgesetzten Gespräche angeboten. Mit der erfolgreichen Weiterentwicklung des eigenen Atomprogramms sieht er sein Land nun in der Lage, über die nötige Abschreckung gegenüber den USA zu verfügen, sodass Amerika „niemals einen Krieg gegen mich und unser Land führen“ könne (FAZ vom 2.1.18: Seoul und Pjöngjang wollen im Atomstreit verhandeln). Zugleich hob Kim hervor, „die Waffen würden nur eingesetzt, wenn Nordkorea bedroht…..

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