Club of Rome warnt

Jahrestagung des Club of Rome in Berlin, 1974

Der legendäre Club of Rome bei einem Treffen 1974 in Berlin (von links nach rechts): Brigitte Freyh (Kuratorium Stiftung Entwicklungsländer), Professor Eduard Pestel (TU Hannover), Dr. Aurelio Peccei (Italien, Club-Vorsitzender) und Professor Mihajlo Mesarovic (USA)

Langsames Wachstum, schneller Ruin

Die Gründer des Club of Rome haben in den 70er Jahren ein Modell geschaffen, mit dem die „Grenzen des Wachstums“, die auf steigenden Ressourcenverbrauch zurückgehen, berechnet worden sind. Ugo Bardi, selbst langjähriges Mitglied des Club of Rome, entwickelt die Thesen des bahnbrechenden Werks weiter und legt mit seinem Buch „Der Seneca-Effekt“ seine neuen Studien zum Thema vor.

Bardi interessiert sich besonders für den Zusammenbruch des antiken Römischen Reiches und die Übertragbarkeit dieses historischen Ereignisses auf die heutige Zeit. Den titelgebenden römischen Philosophen Seneca zitiert Bardi mit dem denkwürdigen Satz: „Das Wachstum schreitet langsam voran, während der Weg zum Ruin schnell verläuft.“ Seneca, im Jahre 4 vor Christus geboren, war zunächst einflussreicher Berater von Kaiser Nero und fiel später in Ungnade. Er sah den Zusammenbruch des Römischen Reiches weit vor seinem tatsächlichen Eintreten voraus.

Wenn man bedenkt, dass Rom im 8. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung gegründet wurde und im 2. Jahrhundert nach unserer Zeitrechnung den Höhepunkt seiner Machtentfaltung erreichte, kann man dem Römischen Reich einen rund…..

Kommentare sind geschlossen.