Tausende Sklaven in Israel, ergibt eine globale Studie

Von Lazar Berman, übersetzt von Lucifex. Das Original Thousands of slaves in Israel, global study finds erschien in der Times of Israel:

Globaler Sklaverei-Index findet, daß der jüdische Staat sich relativ gut macht, aber das Problem bleibt weiter bestehen

Illustrativ: Eine Prostituierte auf einer Straße im südlichen Tel Aviv, 1. Januar 2013.

In Israel gibt es laut einer neuen, umfassenden Studie zur weltweiten Sklaverei bis zu 8500 Sklaven. Israel befindet sich auf Platz 111 unter 162 sklavenhaltenden Staaten im Global Slavery Index 2013, der kürzlich von der australischen Walk Free Foundation veröffentlicht wurde. In Mauretanien wurde das schwerwiegendste Sklavereiproblem festgestellt.

Laut der Studie, der allerersten länderweisen Erhebung ihrer Art, gibt es in Israel 7000 bis 8500 Sklaven. Dennoch schnitt Israel relativ zu den niedrigeren Standards im Nahen Osten gut ab, wenngleich Libanon, Tunesien und Ägypten besser lagen als der jüdische Staat. Die Palästinenserbehörde und der von der Hamas geführte Gaza-Streifen wurden von der Untersuchung nicht erfaßt.

Israel erreichte aber einen guten Platz in der Untersuchung der Studie über das Versklavungsrisiko. Die Studie maß fünf Fakturen zur Bestimmung der von dem Land eingeführten Strategien für Sklavereibekämpfung, Menschenrechte, menschliche und wirtschaftliche Entwicklung, politische Stabilität und Frauenrechte. Israel war das einzige nahöstliche Land, das eine niedrige Einstufung beim Versklavungsrisiko genoß, hatte aber immer noch einen viel schlechteren Platz als europäische Staaten.

Die Studie behauptete, daß „ausländische Arbeiter 40 – 90 Prozent der Bevölkerung Jordaniens, Saudi-Arabiens, Israels, der Vereinigten Arabischen Emirate und Kuwaits ausmachen.“ Jedoch gibt es in Israel 300.000 ausländische Arbeiter bei einer Gesamtbevölkerung von 8 Millionen. Die Walk Free Foundation konnte zur Zeit der Veröffentlichung nicht zwecks Klarstellung erreicht werden.

Der Trend in Israel wird vom Sex-Gewerbe und vom damit verbundenen Menschenhandel getrieben. Es gibt 15.000 Prostituierte in Israel, die im Durchschnittsalter von 14 in das Gewerbe eintreten, schrieb Rebecca Hughes von ATZUMs Task Force on Human Trafficking in der Times of Israel.

„Um die 1990er war Israel als Zielland für den Menschenhandel etabliert, und internationale Opfer von Sex-Menschenhandel hatten den heimischen Markt ersetzt“, schrieb Hughes. „Israels Fleischhandel boomte und machte zwischen einer halben Milliarde und einer Dreiviertel Milliarde Dollar pro Jahr. Es war ein besonders begehrter Markt für Menschenhändler, weil der Kauf sexueller Dienstleistungen in Israel legal war und immer noch ist.“

„Während der gesamten 1990er agierten die Menschenhändler straflos und schmuggelten laut der Hotline for Migrant Workers bis zu 3000 Frauen jährlich nach Israel“, fügte sie hinzu.

Die sich verschlechternde Situation führte dazu, daß das US-Außenministerium Israel in seinem Menschenhandelbericht als Stufe-3-Nation reihte, die niedrigste Einstufung. Stufe-3-Nationen drohen potentielle Wirtschaftssanktionen. Der Bericht war ein Weckruf für Israels Regierung, die ein umfassendes Gesetz gegen Menschenhandel erließ und zu einem Stufe-1-Staat hochgereiht wurde.

Laut dem Index sind nahezu 30 Millionen Menschen weltweit in Sklaverei gefangen.

Die Studie definierte Sklaverei als „der Besitz und die Kontrolle einer Person in solcher Weise, daß diese Person in bedeutender Weise ihrer individuellen Freiheit beraubt wird, mit der Absicht, diese Person durch ihre Benutzung, Management, durch Profit, Übertragung oder Veräußerung auszubeuten. Üblicherweise wird dies durch Mittel wie Gewalt oder Androhung von Gewalt, Täuschung und/oder Zwang erreicht.“

Sie stützte sich auf sekundäre Quellen, insbesondere auf Berichte von Medien, NGOs und Regierungen. Sie verwendete auch örtliche Untersuchungen und Befragungen.

In absoluten Zahlen führte Indien die Liste mit bis zu 14,7 Millionen Sklaven an, gefolgt von China und Pakistan. Mauretanien hatte mit 3,8 Millionen Einwohnern und über 150.000 Sklaven die höchste Verbreitung von Sklaverei.

Irland, Island und das Vereinigte Königreich genießen das geringste Vorkommen von Sklaverei, besagte die Studie.

Die Walk Free Foundation ist eine gemeinnützige Organisation, die laut ihrer Webseite die Beendigung der modernen Sklaverei anstrebt. Die Organisation wurde im Mai 2012 vom australischen Metallmagnaten Andrew Forrest gegründet, der sich des Problems erstmals bewußt wurde, als seine Teenager-Tochter an der Seite von Sklaven in einem nepalesischen Waisenhaus arbeitete.

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