Milliarden ja, Migranten nein

Der eigentliche Skandal, den die «Paradise Papers» aufdecken: dass die Konzerne und Staaten die armen Länder völlig gesetzeskonform ausrauben.

Es waren deutliche Worte von Bundesrätin Simonetta Sommaruga letzte Woche in der WOZ: «Die afrikanischen Staaten wurden aus der Kolonialisierung entlassen, doch die Ausbeutung geht unvermindert weiter.» Sie klingen inzwischen wie der Auftakt zu den sogenannten Paradise Papers, anhand deren ein Zeitungsverbund etwa aufgedeckt hat, wie der Zuger Rohstoffgigant Glencore mit einem dubiosen Mittelsmann den Kongo um jährlich fast eine halbe Milliarde US-Dollar gebracht hat.

Hier im Westen starrt man ansonsten vor allem auf das Symptom dieser Ausbeutung: Jeden Monat versuchen Tausende von Männern, Frauen und Kindern aus dem Elend hierherzuflüchten.

Jeden Tag geraten nun neue Schurken und Schmutzkonzerne durch die Paradise Papers ins Scheinwerferlicht, die mit ihren Deals unter anderem…..

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