2018: RUSSISCHER PAUKENSCHLAG GEGEN BALTISCHE STAATEN BAHNT SICH AN !

Die drei baltischen Staaten, Weißrussland und Russland verbindet bis heute immer noch ein Infrastrukturgeflecht an Stromnetzen aus den Zeiten der Sowjetunion, genannt BRELL (russ. БРЭЛЛ). Grenznahe russische Regionen neben den baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen werden von dort mit Strom versorgt. Andere baltische Regionen werden im Gegenzug von Russland aus versorgt. Alle Seiten profitieren von der guten alten und gemeinsamen sowjetischen Infrastruktur, die quasi auf beiden Seiten der Grenze geerbt wurde. Um Russland einen kräftig auszuwischen – hatten die baltischen Staaten im Rahmen der EU angekündigt im Jahr 2025 aus dem gemeinsamen Verbund auszusteigen und die russischen Regionen vom Stromnetz abzutrennen. Den russischen Regionen drohte eine infrastrukturelle Katastrophe, da große und teure neue Stromnetze gebaut werden müssen, vorallem bei den Weiten und den Entfernungen Russlands. Die neue eigene Infrastruktur planten die 3 baltischen Staaten sich von der EU und dem EU-Infrastrukturfonds bezahlen zu lassen, da dieser aufwendige Bau weit über 500 Millionen Euro kostet und sie das Geld dafür selbst nicht haben.

Nun hat sich das Blatt aber überraschend gewendet. Gut informiert – hat Russland sofort mit dem Bau von Umgehungsleitungen begonnen, um die eigene Energiesicherheit grenznaher russischer Regionen zu gewährleisten.

Der Chef der russischen Stromnetze “Rosseti“, Pavel Levinskiy, hat heute dem russischen Präsidenten Wladimir Putin bestätigt, dass der russische Ausstieg aus dem gemeinsamen Stromnetz (“Stromring“) rund 7 Jahre früher bereits im Frühjahr 2018 kommen werde, da die Arbeiten neuer Stromleitungen und anderer Infrastruktur wie Umspannwerke gut geplant sind und sehr gut vorankommen, so dass Russland selbst aus dem BRELL aussteigen werde und die baltischen Staaten selbst schauen müssen, wo sie bleiben, da sie ja eigentlich Russland eine Grube graben wollten.

Hinzu kommt aber nun auch, dass die EU nach dem Brexit die “Gürtel enger schnallen“ muss und diverse Infrastruktur-Projekte kürzen oder gar komplett streichen werden muss. Dabei ist nun unklar, ob die EU den baltischen Staaten diese 0,5-0,6 Milliarden Euro überhaupt in der Form und Höhe bezahlen werden wird. Dazu war der baltische Ausstieg im Jahr 2025 und für 2019 erst einmal ein “Testlauf“ geplant, der überhaupt erst zeigen sollte, ob das Projekt so umsetzbar ist und die baltischen Staaten dann komplett in das EU-Netz integriert werden können. Ab nun tickt aber zudem die Uhr. Russland wird BRELL bereits 2018 verlassen.

Президент России Владимир Путин и глава компании "Россети" Павел Ливинский © Михаил Метцель/ТАСС  Quellen:1,2,

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