Der Profi-Hacker schützt seine Privatsphäre

Der Berliner Jonathan kümmert sich um den Kommunikationsschutz und die Datensicherheit von Unternehmen. Er selbst schützt seine Privatsphäre radikal und konsequent. Ein Gespräch über das Schreiben auf Papier, sichere Internetnutzung, künstliche Intelligenz und Einzelpersonen, die Staaten gefährlich werden können.

Jonathan, wir haben uns verabredet, um über Sie und Ihre Tätigkeit als Berufshacker zu sprechen. Und weil wir erfahren wollen, wie man sich im Internet besser schützen kann. Aber Sie sind ein Privatsphäre-Extremist: Man findet kaum Informationen über Sie, und ich darf jetzt kein Aufnahmegerät benutzen.

Ich bin also «der Hacker»? (lacht) Was ich mache, heisst Penetration Testing, so nennt man legales Hacken.

Und was machen Sie da?

Ich arbeite bei einer Firma, die sich um Datensicherheit kümmert – da geht es um Kommunikationsschutz, also das Verhindern von Abhören, und um die sichere Datenlagerung in der Cloud. Unsere Kunden sind unter anderem Finanzfirmen und Anwaltskanzleien. Zusätzlich beschäftige ich mich mit technischer Entwicklung und bin in Bedrohungsanalysen involviert.

Worum geht es bei Bedrohungsanalysen?

Ich versuche mittels Security Research festzustellen, wodurch Schaden……

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