Mord im Steuerparadies

Journalistin auf Malta fällt Bombenattentat zum Opfer. Daphne Caruana Galizia hatte Geldwäsche und Korruption der Regierung aufgedeckt

RTS1GPBU.jpgForensiker ermitteln am Tatort: Eine große Bombe hatte den Wagen der Investigativjournalistin Daphne Caruana Galizia explodieren lassen Foto: Darrin Zammit Lupi/Reuters

Es war ein Mord mit Ansage: Die Journalistin Daphne Caruana Galizia hatte bei den maltesischen Behörden noch vor zwei Wochen Anzeige erstattet, weil sie Todesdrohungen erhalten hatte. Am Montag wurde sie in ihrem Auto durch eine Bombe getötet. Die Detonation war so groß, dass ihr Pkw mehrere Meter weit geschleudert wurde. Ihr Körper sei bis zur Unkenntlichkeit entstellt gewesen, erklärte die Polizei am Montag nachmittag.

Die Journalistin war eine bekannte Kritikerin der maltesischen Regierung. Im Februar 2016 hatten ihre Veröffentlichungen ein politisches Erdbeben ausgelöst. Sie hatte berichtet, dass zwei Mitarbeiter des maltesischen sozialdemokratischen Premierministers Joseph Muscat Geld in Übersee gebunkert hätten. Der Parteivorsitzende Konrad Mizzi, damals Energie- und Gesundheitsminister, sowie….

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