Eskalation im Irak – Irakische Militäroffensive auf Kurdistan begonnen

Irakische Truppen haben nach gescheiterten Verhandlungen offenbar eine Militäroffensive nahe der ölreichen Stadt Kirkuk gestartet: Wie das Staatsfernsehen berichtete, sind die Truppen in Gebiete vorgedrungen, die von den kurdischen Peschmerga-Einheiten kontrolliert werden. Dies habe Ministerpräsident Haidar al-Abadi angeordnet.

Im Süden Kirkuks seien Kämpfe ausgebrochen, berichtete die kurdische Nachrichtenseite Rudaw unter Berufung auf einen Kommandeur der Peschmerga. Es gebe Feuerwechsel auch mit schweren Waffen. Das Ziel der Offensive seien eine Militärbasis, der Flughafen der Stadt sowie die Ölfelder, die von den Kurden kontrolliert werden, meldete Rudaw unter Berufung auf den Sicherheitsrat der Autonomieregion Kurdistan.

Auf die multiethnische Region Kirkuk erheben sowohl die Kurden im Irak als auch die Zentralregierung in Bagdad Anspruch. Wegen des Unabhängigkeitsreferendums in der Kurdenregion sind die Spannungen zuletzt gestiegen. Kirkuk gehört nicht zum autonomen Kurdengebiet im Irak, wird aber überwiegend von Angehörigen der Volksgruppe bewohnt.

Bildergebnis für Kirkuk

Quellen:1,2, Bild .aljazeera.com

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