Eskalation zwischen Irak und Kurdistan

Update (12:35 Uhr): Ein Sprecher der irakischen Armee hat die Medienberichte eines Militäreinsatzes zur Rückeroberung von Kirkuk dementiert.

Die irakische Regierung hat damit begonnen Truppen und schweres militärisches Gerät in die ölreiche Region um Kirkuk zu verlegen. Die kurdische Autonomieregierung in Erbil hat im Gegenzug weitere Kämpfer in die Region entsandt und erbitterten Widerstand angekündigt.

Die Stadt Kirkuk gehört zwar nicht zum Autonomiegebiet der Kurden, wurde aber im Kampf gegen den IS von Peshmerga-Kämpfern besetzt.

Die kurdischen Separatisten, die einen unabhängigen Staat ausrufen wollen, werden von Israel und Saudi Arabien unterstützt. Die irakische Regierung in Bagdad erhält ihre Unterstützung vor allem vom Iran. Aber auch die Türkei drohte mit einem Einmarsch in die Region. Die Rolle der Türkei ist aber bisher nicht deutlich, da sie bisher weiter Öl aus Kurdistan an Israel weiterleiten, obwohl Bagdad Sanktionen gegen Erbil verhängt hat.

Die Regierungen im Iran, Irak und der Türkei lehnen kurdische Unabhängigkeitsbestrebungen kategorisch ab. Lediglich die syrische Regierung von Bashar al-Assad signalisierte in der Vergangenheit, mit den Kurden eine friedliche Einigung erzielen zu wollen – unter der Voraussetzung, dass die Kurden sich nicht an US-Kriegsverbrechen gegen das syrische Volk beteiligen würden. Dazu müssten die Kurden der YPG/PYD aus der von den USA kreierten SDF austreten, die zum Teil aus ehemaligen FSA-Terroristen besteht und eine Art Söldner-Armee der Amerikaner bildet.

Unbestätigten Berichten zufolge, soll in Kurdistan auch die israelische Armee stationiert sein. Demnach sollen sie die Kurden im Krieg gegen den Irak und Iran mit ihrer Luftwaffe unterstützen. Eine mögliche Eskalation könnte deshalb einen Flächenbrand im gesamten Nahen Osten auslösen!

Fighters from the Hashed al-Shaabi, backing the Iraqi forces, hold a position in Hawija on Oct 6, 2017. The Kurdistan Regional Government’s Security Council said they received messages that the Hashed al-Shaabi and federal police are preparing a mFoto: AFP

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