Die offenen Adern Afrikas

Es tut dem Kontinent nicht gut, dass sich das internationale Großkapital für ihn interessiert

Afrika ist seit kurzem ins Zentrum der geopolitischen Aufmerksamkeit der Industriestaaten gerückt – wegen seiner Bodenschätze, wegen seiner Kriege, wegen seiner Flüchtlinge.

Die weißen Flecken auf der Karte des zweitgrößten Kontinents der Erde sind seit dem 19.Jahrhundert beseitigt, aber die Blutflecken darauf wurden seither immer größer. Ein Buch wie das von Eduardo Galeano über 500 Jahre Ausbeutung Lateinamerikas (Die offenen Adern Lateinamerikas, 1971) würde über das subsaharische Afrika sehr viel umfangreicher ausfallen: Afrika, insbesondere das sog. Schwarzafrika, die Geburtsstätte des Homo sapiens, ist seit dem Altertum Opfer permanenter Ausbeutung, von Sklavenhandel, Konflikten zwischen den (Kolonial-)Mächten und direkter wie indirekter politischer Einflussnahme…..

Kommentare sind geschlossen.