Türkische Truppen beginnen mit Einmarsch in Syrien

In den letzten Wochen geschahen in von Terroristen beherrschten Idlib im Nordwesten Syriens ganz merkwürdige Dinge. Am Rande der Astana-Friedenskonferenz, wo sich Russland, Türkei und der Iran auf eine Deeskalationszone in Idlib geeinigt haben, kam es in dieser Provinz zu einer mysteriösen Mordserie. Die Opfer waren alle hochrangige Al-Kaida Kommandeure.

 

Turkey troops, Syria jihadists clash ahead of expected incursionBild: AFP / ILYAS AKENGIN

Hinter der Mordserie steckt der türkische Geheimdienst MIT. Die türkische Regierung, die diese Terroristen jahrelang selbst unterstützt hat, versucht nun Al-Kaida in Syrien zu enthaupten, um die Terroristen so orientierungslos zu machen. Denn die Türkei hat sich in Astana mit Russland und Iran dazu verpflichtet, in Idlib einzumarschieren, die Terroristen auszuschalten und die Waffenruhe in ihrer Zone zu überwachen.

Die türkischen Bodentruppen erhalten durch syrische und russische Kampfjets Luftunterstützung. In der nächsten Etappe soll Idlib in 3 Zonen aufgeteilt werden, wo die Türkei, Iran und Russland jeweils eigene Truppen zur Überwachung der Waffenruhe stationieren müssen.

Diese Entwicklungen werden in Washington, London und Tel Aviv überhaupt nicht gern gesehen. Dort hatte man noch gehofft, mit Hilfe der Kurden ein Zugang zum Mittelmeer freikämpfen zu können. Ohne einen direkten Zugang zur Außenwelt werden die USA keine Chance haben, das gestohlene Öl der syrischen Bevölkerung außer Landes bringen und einen kurdischen Staat lebensfähig machen zu können. Die Offensive der von den USA bewaffneten SDF-Milizen (Kurden und ehemalige FSA-Terroristen) auf das Ölreiche Deir Ezzor im Osten des Landes könnte unter diesem Gesichtspunkt am Ende umsonst gewesen sein.

Pro-Ankara Syrian rebels ride by the village of Hawar Killis near the Syrian-Turkish border in the northern province of Aleppo on October 6, 2017, as they advance towards jihadist-controlled Idlib province

Quellen:1,2,3,4

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